
Donnerstag, 10.09.2026
20.00 Uhr
Eintritt: 8 Euro
Donnerstag, 10.09.2026
20.00 Uhr
Eintritt: 8 Euro
Historische
Schätze
Historische
Schätze
Seltene Filmaufnahmen aus der Pionierzeit des Faltbootsports.
Seltene Filmaufnahmen aus der Pionierzeit des Faltbootsports.
Historische Filmschätze – Die Anfänge des Faltbootsports auf der großen Leinwand
Manche Filme sind weit mehr als Unterhaltung – sie sind Zeitkapseln. Im ersten Filmslot des PIONIER-Fluss-Film-Festivals 2026 entführen wir Sie in die Pionierzeit des Faltbootsports. Gezeigt werden drei außergewöhnliche Filmraritäten aus den 1920er- und 1930er-Jahren, die eindrucksvoll dokumentieren, wie Abenteuerlust, Entdeckergeist und technische Innovation schon damals Menschen auf die Flüsse und bis in die entlegensten Regionen der Erde führten.
Die historischen Aufnahmen zeigen nicht nur spektakuläre Expeditionen und mutige Erstbefahrungen, sondern sind zugleich einzigartige kultur- und zeitgeschichtliche Dokumente. Viele der gezeigten Boote stammen aus der legendären Pionier-Faltboot-Werft Bad Tölz und belegen eindrucksvoll den internationalen Ruf, den die Tölzer Boote bereits vor fast 100 Jahren genossen.

In memoriam Ralf Petsching
Zum Auftakt des Filmslots erinnern wir an Ralf Petsching, den Ende 2025 verstorbenen Vorsitzenden des Vereins Freunde historischer Faltboote e. V.
Mit einem kurzen Filmbeitrag würdigen wir sein außergewöhnliches Engagement für die Geschichte des Faltbootsports.
Zahlreiche historische Filmaufnahmen, die heute wieder öffentlich gezeigt werden können, sind seinem Weitblick und seinem unermüdlichen Einsatz für die Sicherung und Digitalisierung wertvoller Filmdokumente zu verdanken.

Faltboote auf der Isar
Schwarz-Weiß | ca. 7 Minuten | 1920er Jahre
Wir starten das Filmprogramm mit einem kurzen Schwarz-Weiß-Film. Dieser zählt zu den großen Schätzen des Stadtarchivs Bad Tölz.
Er zeigt die Isar und das Stadtbild der Kurstadt aus einer Zeit, als der Fluss das Leben der Menschen noch in besonderer Weise prägte. Zu sehen sind die unterschiedlichen Wasserstände im Jahresverlauf – von den weitläufigen Sandbänken rund um die Leonhardifahrt bis zur wasserreichen Isar während der legendären Isarregatten.
Der Film ist weit mehr als eine historische Aufnahme: Er dokumentiert die Entwicklung der Stadt, die Veränderungen der Flusslandschaft und die Anfänge des Faltbootsports in Bad Tölz.
Unser Resümee:
Diesen Film sollte jeder Tölzer, Flussliebhaber und Isar-Forscher einmal gesehen haben.
Wildwasserfahrt durch die Schwarzen Berge
Schwarz-Weiß | ca. 24 Minuten | 1932
Mit diesem außergewöhnlichen Kajaksportfilm schuf der Regisseur Walter Frentz 1932 eine faszinierende Dokumentation über die Erstbefahrung der Tara-Schlucht durch Mitglieder des Hochschulrings Deutscher Kajakfahrer.
Der Film verbindet den Charme früher Schwarz-Weiß-Produktionen mit beeindruckenden Naturaufnahmen und sportlichen Höchstleistungen.
Besonders spannend: Die verwendeten Faltboote stammen aus der Pionier-Faltboot-Werft Bad Tölz und demonstrieren eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Tölzer Konstruktionen unter extremen Bedingungen. Heute wird dieser historische Filmschatz in der Sammlung des Internationalen Kanu-Museums bewahrt.
Unser Resümee:
1932 als „jugendfrei“ geprüft – mit feschen Burschen in Knickerbockern und Badehosen. Eine erstaunliche sportliche Leistung angesichts der damaligen Ausrüstung. Charmant, authentisch und absolut sehenswert.
Faltboote in Spitzbergen
Schwarz-Weiß | ca. 40 Minuten | 1935
Abenteuerlust pur: 1935 brechen Hermann Rauschert, Georg Wolfschmitt und ihre Begleiter zu einer spektakulären Faltboot-Expedition nach Spitzbergen auf. Mit ihren Booten erkunden sie die Westküste der arktischen Insel, fahren zwischen Eisbergen und dokumentieren eine Reise, die für ihre Zeit außergewöhnlich war. Auch Helmut Teichmann gehörte zur Expedition.
Der Film ist zugleich ein beeindruckendes Zeugnis der damaligen Expeditionstechnik und der Leistungsfähigkeit der für arktische Bedingungen entwickelten Sachs-Außenbordmotoren. Dass dieser Film heute wieder gezeigt werden kann, ist maßgeblich dem Engagement von Ralf Petsching zu verdanken. Er sichtete gemeinsam mit den Nachfahren des Filmemachers das historische Material und initiierte dessen Digitalisierung für den Verein Freunde historischer Faltboote e. V.
Unser Resümee: Durch Filmschnitt, Bildgeschwindigkeit und die damalige Machart entstehen stellenweise fast slapstickartige Momente. Gerade das macht den Film heute besonders unterhaltsam. Funktioniert sogar ohne Ton – und ist ein echtes Erlebnis.












